Sakramente und Glaubensfeiern im Leben
Taufe
In der Taufe feiern Christen aller Konfessionen, dass der einzelne Mensch von Gott gekannt, geliebt und begleitet wird, Kind Gottes ist, Schwester oder Bruder Jesu Christi ist. Er wird aufgenommen in die Familie Gottes, konkret in eine ganz bestimmte christliche Kirche und eine ganz bestimmte Pfarrgemeinde. Es ist darum nicht sinnvoll, in einer „fremden“ Kirche oder Kapelle das Sakrament der Taufe zu feiern.
Kindertaufe.
Wenn Sie gerne möchten, dass Ihr Kind getauft wird, wenden Sie sich wegen einer Terminabsprache bitte frühzeitig an das katholische Pfarramt in Leibertingen. Die Feier der Taufe ist grundsätzlich innerhalb jedes Sonntagsgottesdienstes möglich, im Ausnahmefall auch zu festgelegten Terminen in einer Tauffeier am Sonntagnachmittag.
Der Priester wird einige Zeit vor der Taufe ein persönliches Gespräch (Taufgespräch) mit den Eltern und wenn möglich den Paten vereinbaren, denn auf ihren Glauben hin wird das Kind in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen. Die Paten sollen neben den Eltern als Gesprächspartner und Lebensbegleiter des jungen Menschen da sein und für ein Hineinwachsen in den katholischen Glauben sorgen. Mindestens ein Pate muss darum der katholischen Kirche angehören und auch gefirmt sein.
Erwachsenentaufe.
Für die Taufe Erwachsener gibt es eine längere Vorbereitungszeit (Katechumenat), in der die theoretischen und praktischen Grundlagen des katholischen Glaubens vermittelt werden, erste Erfahrungen mit dem Glaubensleben im eigenen Alltag gemacht werden und die persönliche Beziehung zu Gott vertieft werden soll. In angepasster Form gilt das auch für die Taufe älterer Kinder (Schulkinder, Jugendliche).
Kommunion
In der Kommunion (biblisch Abendmahl) wird die Gemeinschaft mit Jesus Christus und der Glaubensgemeinschaft der katholischen Kirche gefeiert, erlebt und jedes Mal neu gestiftet. Sie ist das Herzstück des katholischen Glaubens. Darum steht die Begegnung mit Jesus in der Kommunion (Empfang des Leibes Christi), die Feier seiner Liebe bis in den Tod und seiner Auferstehung im Zentrum jedes Sonntagsgottesdienstes.
Erstkommunion.
Kinder werden in der Regel im Laufe der 3. Grundschulklasse zur ersten heiligen Kommunion hingeführt. Dazu werden überschaubare Kindergruppen gebildet, die unter Anleitung des Seelsorgers von zwei engagierten Gemeindemitgliedern (meist aus dem Kreis der Eltern) vorbereitet werden.
Der „Weiße Sonntag“, die feierliche Erstkommunion wird jeweils in Kreenheinstetten, Leibertingen und Thalheim (mit Altheim) an den drei Sonntagen nach Ostern gefeiert. Die Termine sind langfristig geplant (siehe Jahreskalender).
Haus- und Krankenkommunion.
Sehr gerne machen Seelsorger und Kommunionhelfer einen Hausbesuch bei Gemeindemitgliedern, die nicht mehr zur Kirche kommen können, bringen ihnen monatlich die Kommunion und beten mit ihnen. Wenn Sie selbst oder Angehörige sich darüber freuen würden, so melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.
Firmung
Die deutsche Übersetzung des Wortes Firmung ist (Be)Stärkung (im Glauben). Gefeiert wird die Vollendung der Taufe, die bewusste Entscheidung für ein Leben als katholischer Christ und der Empfang des Heiligen Geistes. Dahinter verbirgt sich die Glaubensüberzeugung, dass Gott selbst durch jeden Menschen handelt, dass jeder Mensch von Gott Begabungen und Eigenschaften geschenkt bekommt, die ihm ermöglichen, das Leben im Großen und im Kleinen christlich zu gestalten.
Firmvorbereitung.
In einem Alter, in dem es um die (allmähliche) Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben geht, in dem die (kritische) Auseinandersetzung mit Kirche, Glaube an Gott und christlichen Lebenswerten möglich ist, werden unsere jungen Christen eingeladen, das Sakrament der Firmung zu empfangen. In einer etwa halbjährigen Vorbereitungszeit treffen sich die jungen Christen regelmäßig mit ehrenamtlichen Firmbegleitern (Firmkatecheten). Erwachsene, die dieses Glaubensfest feiern möchten, werden in angepasster Form entsprechend vorbereitet.
Firmfeier.
Die gemeinschaftliche Feier der Firmung in der Seelsorgeeinheit Leibertingen findet alle zwei Jahre statt (siehe Jahreskalender) und wird vom Bischof von Freiburg oder einem seiner Beauftragten gespendet. Ein persönlicher Firmpate /-patin bekräftigt dabei die Unterstützung und Begleitung in Lebens- und Glaubensfragen. Die Firmpaten müssen selbst in der katholischen Kirche getauft und gefirmt sein.
Trauung
Eine der dichtesten und wertvollsten Erfahrungen im Leben ist die Treue und Liebe zwischen Mann und Frau. Sie ist Beispiel (Gleichnis) für die Beziehung zwischen Mensch und Gott. Im Verständnis der katholischen Kirche ist die Ehe darum ein „Sakrament“, ein heiliges Zeichen!
Kirchliche Trauung.
Bitte wenden Sie sich frühzeitig an das Pfarramt, wenn Sie heiraten möchten (möglichst 6 Monate)! Es ist schade, wenn Ihre Terminwünsche nicht berücksichtigt werden können, weil der Priester bereits andere Verpflichtungen hat.
Zur Vorbereitung der kirchlichen Hochzeit gehört:
- Die Teilnahme an einem „Eheseminar“ oder „Brautleutetag“, das in einer lockeren Form vom katholischen Dekanat als Tagesveranstaltung angeboten wird. Es gibt dort Informationen, Anregungen und Gespräche zu wichtigen Themen des Ehe- und Familienlebens.
- Das Traugespräch mit dem Priester (zuständig ist immer der Pfarrer der Braut), bei dem einerseits verschiedene Formalien erledigt werden und andererseits über Ihre konkreten Vorstellungen und Wünsche zum Hochzeitsgottesdienst gesprochen wird.
- Die Vorlage eines aktuellen Taufzeugnisses, das nicht älter als sechs Monate ist (muss vom Taufpfarramt angefordert werden).
Die kirchliche Trauung selbst findet in einem Gottesdienst in der Regel am Samstag statt. Er kann wahlweise als Eucharistiefeier (mit Kommunion) oder als Wortgottesdienst gestaltet werden; eigene inhaltliche Ideen werden gerne aufgegriffen. Nicht zu vergessen: Sie brauchen zwei Trauzeugen.
Feier der Versöhnung (Beichte)
Schuld belastet den Menschen und trennt ihn von der Gemeinschaft. Wer bewusst gegen Gottes Willen handelt (Zehn Gebote) und sich nicht am Vorbild Jesu orientiert, der belastet sein Verhältnis zu Gott und sündigt. Um wieder frei zu werden für einen Neuanfang feiert die Kirche in Gottes Namen das Sakrament der Versöhnung und spricht dem Einzelnen die Verzeihung Gottes und die Befreiung von Schuld und Sünden zu.
In der Seelsorgeeinheit Leibertingen werden in der Vorbereitungszeit auf die Hochfeste Ostern und Weihnachten allgemeine Beichtgelegenheiten angeboten (siehe Jahreskalender); persönliche Beichtgespräche sind jederzeit nach Vereinbarung mit dem Priester möglich.
Im nahen Kloster Beuron ist täglich Beichtgelegenheit.
Krankensalbung
Beerdigung
Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes und besitzt ein Leben, das größer ist als die biologische Lebensspanne. Bei aller Trauer und würdigen Verabschiedung von einem verstorbenen Menschen beim Begräbnis feiern Christen darum auch den Glauben an das ewige Leben und die Auferstehung der Toten.
Bei einem Sterbefall informieren Sie bitte rasch das Pfarramt. Die Kirchenglocken informieren darauf hin die Pfarrgemeinde über den Tod des Gemeindemitgliedes und laden zum Gebet für den Verstorbenen und die Angehörigen ein. Auf Wunsch und nach zeitlichen Möglichkeiten gestaltet der Priester mit Ihnen zu Hause ein Abschiedsgebet vom Verstorbenen. In jedem Fall wird er einen Hausbesuch (Trauergespräch) vereinbaren. Dabei können auch Einzelheiten für die Beerdigung besprochen werden. Sie dürfen einen Verstorbenen noch bis zu 24 Stunden zuhause aufbahren, wenn Sie das möchten, damit Verwandte und Freunde Abschied nehmen können.
Umgehend zu informieren ist auch die Gemeindeverwaltung. In Absprache mit ihr, dem Pfarramt, einem Bestattungsunternehmen und der Trauerfamilie wird ein Beerdigungstermin festgelegt (in der Regel Dienstag - Samstag).
Üblicherweise findet in der Pfarrkirche an ein oder zwei Abenden vor der Beerdigung ein Sterbegebet statt, das wahlweise als Totenrosenkranz oder als Sterbeandacht gestaltet wird. Die Angehörigen bringen dazu meist Blumenschmuck für das Kreuz und die Osterkerze mit. Es empfiehlt sich eine entsprechende Absprache mit dem Mesner.
„Seelenamt“.
Im Zusammenhang mit der Beerdigung gibt es zwei Eucharistiefeiern. Die erste Messfeier findet in Altheim, Leibertingen und Thalheim unmittelbar vor der Bestattung statt, danach geht er Trauerzug zum Friedhof. In Kreenheinstetten ist die Eucharistiefeier im Anschluss an die Bestattung.
Ein weiterer Gottesdienst wird nach Absprache mit den Angehörigen ein bis zwei Wochen später in der Pfarrkirche gefeiert.
Kircheneintritt / Wechsel der Konfession
In einem Gespräch mit dem Pfarrer wird die Vorbereitung des Eintritts oder Wiedereintritts in die katholische Kirche entsprechend Ihrer persönlichen Situation geklärt.
(Allgemeine Informationen dazu siehe http://www.mach-dich-auf-und.com/, www.katholisch-werden.de).